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Herzlichen Dank

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Mehr Demokratie wagen – aber nicht durch Verdrängung kulturellen Erbes in der Steinhalle des Landesmuseums

Seit 2016 nutzt der Landtag von Rheinland-Pfalz die Steinhalle des Landesmuseums Mainz, da das Landtagsgebäude saniert wird. "Anders als ursprünglich zugesagt, will der Landtagspräsident nach der 2021 abgeschlossenen Sanierung des historischen Landtagsgebäudes die Steinhalle nicht wieder dem Landesmuseum Mainz zurückgeben, sondern auch zukünftig als Veranstaltungsort zur Vermittlung von Demokratie nutzen, wodurch das Landesmuseum Ausstellungsflächen in erheblichem Umfang verlöre":

Aktionstag Vorsicht, Vorurteile! Wir setzen ein Zeichen gegen Rassismus

Am 18. März 2021 fand bundesweit der „Aktionstag Vorsicht, Vorurteile! Wir setzen ein Zeichen gegen Rassismus“ statt. Auch wir vom Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz beteiligten uns an dieser Aktion. Gemeinsam mit dem Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling brachten wir vor dem Mainzer Stadthaus den ersten Bodenaufkleber an. Darauf zu lesen:

Zu viele gehen einfach über mich hinweg. Rassismus ist ein echtes Problem in Deutschland und fängt mit Vorurteilen an. Doch nur wer sie sich bewusst macht, kann sie überwinden.

Insgesamt sind nun sechs dieser Aufkleber im Mainzer Stadtbild zu sehen: vor dem Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz, der Stadtbibliothek, dem Staatstheater, vor beiden Eingängen zum Stadthaus sowie auf dem Zitadellenweg.

Mit diesen Aufklebern unterstützen wir die bundesweite Aktion von „Demokratie leben!“ und machen anhand einfacher Denkanstöße auf das Thema Alltagsrassismus aufmerksam und regen dazu an, sich mit eigenen Vorurteilen uns Stereotypen auseinanderzusetzen. Denn oft bleibt unsichtbar, dass Vorurteile verletzen, den Menschen abwerten, unser Miteinander schwächen und unsere Demokratie gefährden.

Parallel zur „Internationalen Woche gegen Rassismus“ werden so in vielen Städten diese Bodenaufkleber zu sehen sein, um ein bundesweites Zeichen gegen Rassismus zu setzen und deutlich zu machen, dass Rassismus oft mit Vorurteilen anfängt.

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Das Jahr 2021 ist ein Festjahr für das jüdische Leben. Denn Jüdinnen*Juden leben nun nachweislich seit über 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands leben. Im Jahr 321 erließ der römische Kaiser Konstantin der Große ein Gesetz, dass besagte, dass Kölner Jüdinnen*Juden städtische Ämter in der Kurie bekleiden durften. So wird in diesem Festjahr auf 1700 Jahre Judentum in Deutschland und Rheinland-Pfalz zurückgeblickt. Zugleich aber auch mit einem Blick in die Zukunft, in die Vielfalt jüdischen Lebens verbunden.

Für diesen Rahmen erschien der Film „Verfolgt und umworben – Zweitausend Jahre jüdisches Erbe“ von Andreas Berg.

In Rheinland-Pfalz blickt man auf eine wechselvolle jüdische Vergangenheit zurück. Auf Epochen, die von kultureller Blüte und Akzeptanz jüdischen Lebens geprägt waren, folgten immer wieder Zeiten mit Verfolgung, mit Pogromen oder mit dem Untergang ganzer Gemeinden. Neben den großen SchUM-Städten Mainz, Worms und Speyer gab es auch in ländlichen Regionen wie im Hunsrück und in der Pfalz viele kleine jüdische Gemeinden und ein lebendiges Landjudentum. Der Film „Verfolgt und umworben – Zweitausend Jahre jüdisches Erbe“ beleuchtet die jüdische Geschichte im Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz von den frühesten Spuren bis in die Gegenwart und fragt auch nach den Perspektiven der heutigen Gemeinden.

Hier geht es zum Trailer des Films und hier gelangen Sie zum kompletten Filmbeitrag in der Sendereihe „Bekannt im Leben“ beim SWR.
Das Programm zum Festjahr 2021 können Sie hier einsehen.

Audioguide „Ausgegrenzt, verfolgt, ermordet – Auf den Spuren des Nationalsozialismus”

[Bild: HdE]

Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar erschien im Januar unser neuer Audioguide „Ausgegrenzt, verfolgt, ermordet – Auf den Spuren des Nationalsozialismus“. Der auditive Rundgang führt an sechs Stationen durch die Mainzer Neustadt. Erfahren Sie mehr über die Verfolgungsgeschichte jüdischer Menschen in Mainz. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf den Lebenserinnerungen Gertrude Meyer-Jørgensens, die Sie auf dem Rundgang begleiten und anhand regionaler Beispiele die Verfolgungsmechanismen vor Ort verdeutlichen.

Wir laden Sie ein, sich auf einen informativen Rundgang durch die Mainzer Neustadt zu begeben. Ab sofort ist der Audioguide „Ausgegrenzt, verfolgt, ermordet – Auf den Spuren des Nationalsozialismus“ kostenlos online hier abrufbar.